Am Mittwoch trafen wir nach einer recht kurzen Anreise mit dem LKW in Hockenheim ein. Das Wetter war herrlich und die Aussicht auf ein tolles Rennwochenende ließ die Laune noch besser werden. Donnerstag Morgen war dann die technische Abnahme des Dragsters, ansonsten verlief der Tag recht ruhig, weil das Rennen erst Freitag begann. Als dann am Freitagmorgen die ersten Sportsman Klassen auf der Strecke waren, wurde klar, daß die Strecke noch keinen Grip hatte. Die Streckencrew arbeitete sehr hart daran, aber der Zustand der Strecke konnte nicht verbessert werden. Deshalb trafen sich die Fahrer/ Crewchiefs aller FIA Klassen im Fahrerlager, um mit einer Abstimmung darüber zu entscheiden, ob an diesem Tag Qualifizierungsläufe gefahren werden. Die Mehrheit sprach sich dafür aus, die ersten Läufe erst am Samstag zu fahren. Wir hofften, daß die hart arbeitende Crew die Strecke für den nächsten Tag weiter verbessern kann.  9-krister-spur So hatten die Sportsman Klassen an diesem Tag 4 Qualifikationsläufe. Am Samstag waren dann aufgrund des verlorenen Freitags drei (statt wie der sonst üblichen zwei) Quali- Runden angesetzt. Der erste Lauf war um 10 Uhr morgens, aber wir mussten leider feststellen, daß die Strecke längst nicht so gut präpariert war wie in den vergangenen Jahren. Das Resultat: ein 7.44 sek Lauf mit durchdrehenden Rädern vom Start weg bis weit über die 200m Marke hinaus! Nach etlichen Veränderungen am Setup fuhren wir um 14 Uhr den zweiten Lauf… wieder fast keine Traktion, aber wir verbesserten uns auf 6.89 sek., was uns für diese Runde den 1.Qualifikationsplatz bescherte. In der Rubrik „Videos“ kann sich jeder selbst ein Bild über die wilden Ritte von Pat machen. Diese erinnern an alte Zeiten auf ungeklebten Strecken Anfang der 1970er Jahre und die Zuschauer jubelten ausgelassen. Auch der dritte Lauf an diesem Tag war nicht mit Traktion gesegnet und mit der gefahrenen 6.85 sek. Zeit fielen wir auf Rang 3 in der Qualifikation zurück. Für den Rennsonntag war also der erste Lauf gegen den sechstplatzierten Dave Wilson. Da Dave nicht zu dem Lauf antrat, hatten wir einen bye-run in die nächste Runde.  5-lauf Weil Pat sich unbedingt die Lane choice sichern wollte, versuchte er möglichst schnell zu fahren, aber da die Strecke auch am Sonntag nicht viel besser wurde, fuhr er mit qualmenden Reifen bis ins Ziel. Nach diesem Lauf mussten wir die Reifen wechseln, da diese komplett abgefahren waren. Über Setups für diese Strecke mussten wir uns eigentlich nicht viel Gedanken machen, da sowieso alles von Pats Können als Fahrer abhing, aber trotzdem versuchten wir alles, um uns stetig zu verbessern. Für das Halbfinale hatten wir die Bahnwahl und fuhren rechts (die eindeutig bessere Bahn) gegen Manty Bugeja und gewannen auch diesen Lauf. So standen wir dann im Finale gegen Dennis Habermann. Da er in seinem Halbfinallauf schneller war, blieb uns für das Finale leider nur die linke Bahn und es kam so wie vorhergesehen… Dennis war auf der rechten Bahn schneller und gewann verdient. Nach Traktionsverlust direkt an der Startlinie versuchte Pat zwar noch Dennis einzuholen, aber als er merkte, daß Dennis zu viel Vorsprung hatte und er nochmals mit durchdrehenden Reifen unterwegs war, brach er den Lauf ab. Somit sind wir zweiter beim „Pedalfest“ in Hockenheim geworden und traten mit gemischten Gefühlen die Heimreise an. Uns bleibt eine Woche um die Vorbereitungen für das nächste Rennen zu treffen, da wir am nächsten Montag (20.08) zum Rennen nach Tierp in Schweden aufbrechen.

Wir für unseren Teil hatten trotz der ganzen Widrigkeiten ein schönes Wochenende, da sehr viele Fans und Freunde dort waren, die uns die ganze Zeit mit ihrem Applaus und Enthusiasmus unterstützt haben und wir hoffen natürlich sehr, daß uns Hockenheim als FIA Heimrennen noch lange erhalten bleibt.

 

Jerry Lackey als Race-Direktor wird jedenfalls auch in Zukunft alles dafür tun.

 

Viele Grüße

 

Pat und Team